Schwerer schwulenfeindlicher Überfall in Berliner U-Bahn Station
In der Nacht zu Samstag, den 18. Oktober, wurde ein 33-Jähriger in einem Zug der U-Bahnlinie 6 Opfer eines schweren schwulenfeindlichen Übergriffs. Zwei junge Männer mit Migrationshintergrund attackierten ihn aufgrund seiner Homosexualität, schlugen und traten in aller Öffentlichkeit auf ihn ein. Das Opfer, dem Zeugen sofort zu Hilfe eilten, erlitt einen doppelten Kieferbruch und konnte erst nach fünf Tagen aus der stationären Behandlung im Krankenhaus entlassen werden.
Bereits im Sommer sorgten mehrere schwere Übergriffe auf schwule Männer für Schlagzeilen. In Friedrichshain musste ein Familienvater, der für schwul gehalten und deshalb krankenhausreif geschlagen worden war, ebenfalls mit gebrochenem Kiefer ins Krankenhaus eingeliefert werden; der heterosexuelle Mann leidet seither an den Folgen des Übergriffs. Im Tiergarten waren am 11. August mehrere schwule Männer überfallen worden. Dabei wurde ein schwuler Mann halbtot geschlagen, lag mehrere Wochen im Koma und befindet sich noch immer in stationärer Behandlung. Er wird aufgrund seiner schweren Verletzungen voraussichtlich auch in der nächsten Zeit auf Pflege angewiesen sein.
Unser Aufruf: „Berlin gehört allen – aber nicht den Gewalttätern“
Keine Gruppe darf den öffentlichen Raum alleine für sich beanspruchen: Gewalttäter jeder Couleur, Hautfarbe, Nationalität, Herkunft und Geschlecht haben keinen Platz in unserer Mitte. Berlin geht
weiter. Wir zeigen Solidarität mit Gewaltopfern. Wir mischen uns ein. Wir schauen nicht weg. Wir stehen für ein tolerantes Miteinander.“ MANEO ruft zu
einer Protestaktion und Mahnwache gegen homophobe Hassgewalt in Berlin auf: „Gesicht Zeigen! Nein zu Hassgewalt gegen Homosexuelle in Berlin!"
>>> Wann und Wo: Dienstag, 4. November 2008, 18 Uhr, am U-Bahnhof Hallesches Tor. Für Rückfragen: Tel. 030 / 216 33 36
